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Livestream: Ein Elefant für den Papst. Die Entdeckung der neuen Welt und die Kurie in Rom

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann in seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der "Entdecker". Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begenung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war. In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linien vom Nord - zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Herbst 2020 veröffentliche er gemeinsam mit der Fotografin Ursula Schulz-Domburg im Wagenbach Verlag das Buch "Die Teilung der Welt. Zeugnisse der Kolonialgeschichte". Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.


1 Abend, 01.10.2021,
Freitag, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Prof. Martin Zimmermann
A127
Ort virtuell
8
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